Madagaskar Karte

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Madagaskar Geschichte


Madagaskar Geschichte

Ergeschichte

Madagaskar entstand vor 80 - 120 Millionen Jahren durch die damals einsetzende Abspaltung der heutigen Kontinentalplatten vom Urkontinent Gondwana. Als Splitterstück dieses bereits von einer reichen Tierwelt bewohnten, weltumspannenden Kontinents bildete Madagaskar die Bruchstelle zwischen Afrika und Asien. Zwischen Madagaskar und Afrika entstand die 400 km breite Straße von Mosambik (Mocambique). Die Entwicklung der Flora und Fauna auf Madagaskar und seinen umliegenden Inseln widerspiegelt die unterschiedliche Veränderung der Arten auf den Bruchstücken des Urkontinents.
Die prominentesten Urbewohner Madagaskar sind die Lemuren (Halbaffen). Man bezeichnet sie als die höchstentwickelten Säugetiere des Urkontinents. Auf Madagaskar haben sich bis heute 30 Lemurenarten mit einem reichen Sozialleben entwickelt.
Ebenfalls aus der Urzeit stammen viele Schlangenarten. Echsen in allen Abwandlungen (mehr als 200 Arten), von den Chamäleons bis zum ausgewachsenen Nilkrokodil, finden sich ebenso wie ungezählte Amphibien. Auf Madagaskar hat sich ein Artenreichtum entwickelt, der seinesgleichen sucht. Unter anderem gibt es auf Madagaskar mehr als 2.000 Schmetterlingsarten.

Frühe Landesgeschichte

Basierend auf Umweltfaktoren und historischen Entwicklungen entstanden verschiedene Bevölkerungsgruppen auf Madagaskar, die aber viele gemeinsame kulturelle Züge aufweisen und die gleiche Sprache mit unterschiedlichen Dialekten sprechen. Ab dem 16. Jahrhundert organisierten sich kleinere Königreiche, deren Organisation über ausschließlich verwandtschaftliche Strukturen hinausging.

Als Nachkommen der ersten Einwanderungswelle gelten die Vazimba. Den späteren Einwanderern galten sie als "Herren des Bodens". Die Königreiche waren in drei Klassen organisiert: Adel, Bauern und Sklaven. Der König betrachtete sich als absoluter Herrscher über das Land und seine Bewohner. Wer sich dem König nicht unterwerfen wollte, floh in die damals noch undurchdringlichen Wälder.

Die Gründer der Feudalreiche im Süden waren arabischer Herkunft. Mit Hilfe von Feuerwaffen, die als Handelsobjekte nach Madagaskar gekommen waren, gründeten sie kleine Königreiche. Die bedeutendste Dynastie, die Maroseranana, leitete ihre Abstammung von einem Schöpfergott her und wies viele kulturelle Gemeinsamkeiten mit den Merina auf. Im Laufe des 17. bis 19. Jahrhunderts brachte diese Dynastie den ganzen Süden und Westen der Insel unter ihre Herrschaft, u. a. wurden auch die Vorfahren der heute als Mahafaly bezeichneten Ethnie versklavt und die Sakalava tributpflichtig.

Den südlichen Teil des Hochlandes bewohnen die Betsileo, wo sie ihre Reisefelder in den hohen Bergen terrassenförmig anlegen. In den nördlichen Wohngebieten der Betsileo leben die Antankarana, deren Vorfahren vermutlich Sakalava und Betsimisaraka waren, die sich mit arabischen Einwanderern vermischten und Anfang des 19. Jahrhunderts ebenfalls dem Merina-Reich angegliedert wurden, und die Komosy, die Nachkommen der von den Merina verdrängten Vazimba sein sollen.
Von den Tsimihety wird berichtet, dass sie Nachkommen europäischer Piraten seien, die im 17. Jahrhundert in Madagaskar gelandet waren und sich mit den Vazimba vereinigt hätten, die von den Merina in den Norden abgedrängt worden waren. Sie siedelten sich bei Mandritsara an und konnten ihre Unabhängigkeit erhalten. Sie bauen Reis an, kultivieren Kaffee und halten sich Zebu-Rinder für die Bearbeitung ihrer Reisfelder.

Von den Bara hingegen ist wenig bekannt. Heute leben sie überwiegend als Hirten auf den weiten Ebenen und Hochflächen des Horombe-Plateaus und in den Bongolova-Bergen. Ihre Dörfer bestehen aus wenigen Häusern. Kleine Reisfelder und Gemüsegärten liegen in den Talsenken.

Eine Gruppe der Antonosy wanderte vom Südosten an den Onilah-Fluss bei Bezaha, wo sie heute große Reisfelder, Obst- und Gemüseplantagen kultivieren. Die Antaisaka werden schon im 17. Jahrhundert erwähnt. Sie lebten damals bei Ihosy. In den Wäldern des Hochlandes am Ostabhang leben die Tanala und die Zafimaniry, bekannt wegen ihrer Holzschnitzereien, in schwer zugänglichen Hochtälern.

Eine Anzahl kleinerer, unabhängiger Gruppen im Ostküstengebiet wurden von Ratsimilaho, dem Sohn eines englischen Piraten und einer madagassischen Prinzessin, unter dem Namen Betsimisaraka vereinigt. Das Reich hatte nur zu seinen Lebzeiten Bestand und zerfiel nach seinem Tode im Jahre 1750. Zeitweise soll eine große Zahl Betsimisaraka-Krieger als Piraten die Inseln der Komoren unsicher gemacht und auch Handelsstützpunkte an der Ostküste Afrikas ausgeraubt haben. Auch ihre Herrschaft wurde durch die Ausdehnung des Merina-Reiches beendet.

Die mündlich überlieferte "Geschichte der Könige" der auf dem Hochland ansässigen Merina erwähnt sieben und elf Herrscherfolgen bis Rafohy und ihrer Tochter Rangita, die namentlich als Herrscherinnen genannt werden. Ihrer beider Regierungszeit wird von 1520 bis 1540 angegeben, und sie sollen noch zur Erstbevölkerung der Vazimba gehört haben. Rangitas Sohn Andriamanelo sorgte während seiner Amtszeit 1540 bis 1575 für eine Verbesserung der Reisanbaumethoden und der Organisation seines Reiches. Sein Sohn Ralambo vergrößerte von 1575 bis 1610 seinen Herrschaftsbereich. Dessen Sohn Andrianjaka begründete Handwerkerklassen wie Eisenschmiede, Töpfer, Weber und Hausbauer, die sich auf ihre Tätigkeiten spezialisierten und den neuen Stand der Reisbauern. Die Eindeichung von Flüssen, der Bau von Wasserkanälen, Schleusen und eingedeichten Reisfeldern erforderten ein umfangreiches Feudalsystem, das über Bewässerungsrechte, Pflichten und Abgaben entschied. Andrianjaka baute die Vorherrschaft der Merina weiter aus, bis der Herrscher Andrianampoinimerina (1787-1810) Ende des 18. Jahrhunderts seinen Einfluss über weite Teile der Insel ausdehnte und eine Dynastie begründete, deren Herrschaft erst mit der französischen Kolonisation einhundert Jahre später ihr Ende fand.


Europäisches und arabisches Interesse

Schon bevor der erste Europäer vor fast 500 Jahren seinen Fuß auf madagassischen Boden setzte, war die Kunde von der Existenz dieser Insel durch den venezianischen Reisenden Marco Polo (1254-1324) nach Europa gelangt. Er hatte von 1271-1295 eine Reise nach China unternommen und von vielen Gegenden berichtet, von denen ihm unterwegs erzählt worden war. In der Beschreibung der von ihm "Madeigascar" genannten Insel vermischt sich Wahres und Legende. Da außerdem Tiere wie Elefanten, Giraffen und Kamele auf der Insel leben sollen, die dort nie existiert haben, ist davon auszugehen, dass hier Verwechslungen mit anderen afrikanischen Regionen vorliegen. Anderseits berichtete er von dem mythischen Vogel Rock; ein großer, später ausgestorbener Laufvogel lebte tatsächlich auf Madagaskar. Polos Benennung entsprechend ist Madagaskar unter dieser Bezeichnung bereits 1492 auf einer Weltkarte verzeichnet worden. Der deutsche Geograph Martin Behaim (1459-1507) fertigte in Nürnberg nach Marco Polos Aufzeichnungen den heute ältesten Erdglobus. Der erste Europäer, der die Insel 1500 gesichtet hat, war Bartolomeu Diaz, ein portugiesischer Seefahrer, der auf dem Weg nach Indien war.

Madagaskar war schon seit dem 9. Jahrhundert in arabischen Quellen erwähnt und Teil des Einflussgebietes arabischer Sklavenhändler. 750 nach Christus siedelten arabische Gruppen im Ostküstengebiet Madagaskars, importierten neue Pflanzenarten und etablierten einen regen Gewürzhandel. Eine historische Quelle bilden ihre geschichtlichen Aufzeichnungen in madagassischer Sprache, geschrieben jedoch mit arabischen Schriftzeichen (!).

Mit den technischen Fortschritten in der europäischen Schifffahrt und der Suche nach einem Seeweg nach Indien als Alternative zum gefährlichen Landweg, auf dem die begehrten Rohstoffe Asiens nach Europa kamen, gelangte auch Madagaskar in die Reichweite der europäischen Handelsschiffe. Anfängliche Versuche von Portugiesen, Holländern, Engländern und Franzosen, Handelsniederlassungen auf der Insel zu errichten, blieben erfolglos.

Eindringen der Franzosen

Die Franzosen fassten 1642 vorübergehend Fuß auf der Insel, wurden aber 1674 wieder vertrieben. Im folgenden Jahrhundert erwarben sie schließlich einige Handelsstützpunkte an der Ostküste. Ihr Einflussbereich war jedoch begrenzt, weil die Merina, ein Volksstamm malaiischen Ursprungs, in der zentralen Hochebene eine mächtige Monarchie errichtet hatten. Beginnend mit den Eroberungen von König Andrianampoinimerina (1787-1810) wurde Madagaskar nach und nach weitgehend zu einem Staat vereinigt. Von 1810 bis 1828, während der Regierungszeit des Merina-Königs Radama I., der den Franzosen feindlich gesinnt war, gewannen die Briten an Einfluss. Britische Offiziere bildeten Merina-Truppen aus, und britische Missionare führten Schulen und das Christentum ein. Nach dem Tod Radamas entwickelte sich eine starke Reaktion gegen die europäische Kultur. Reformen wurden abgeschafft, die Missionare verfolgt und die Handelsbeziehungen mit Großbritannien erschwert. Mit der Thronbesteigung von Radama II. (er regierte 1861-1863) wurden einige der früheren Reformen wieder eingeführt. Radama II., der frankophil war, wurde schließlich von einer konservativen Splittergruppe am Merinahof ermordet. Wiederholte Feindseligkeiten mit den Franzosen gipfelten 1895 in der Unterwerfung der herrschenden Monarchin, Königin Ranavalona III. 1896 wurde Madagaskar wegen öffentlicher Unruhen zur französischen Kolonie erklärt; es wurde eine Militärherrschaft eingerichtet und die Königin ins Exil geschickt.

Während der folgenden Jahrzehnte wuchs die Unzufriedenheit mit der französischen Herrschaft. 1916 wurde eine geheime nationalistische Gesellschaft verboten, und Hunderte ihrer Mitglieder wurden ins Gefängnis geschickt.

Im Mai 1942, zwei Jahre nach der Niederlage Frankreichs im 2. Weltkrieg, entsandte die britische Regierung aus Angst vor einer Übernahme Madagaskars durch die Japaner eine Expeditionstruppe auf die Insel. 1943 übergaben die Briten die Herrschaft an das Nationalkomitee der Freien Franzosen.


Bestrebungen nach Unabhängigkeit

Gemäß den Bestimmungen der französischen Verfassung von 1946 wurden Madagaskar und einige Dependancen Überseegebiete Frankreichs. Die Verfassung sah wählbare madagassische Provinzversammlungen mit begrenzter Macht vor. Im März 1947 fingen Nationalisten im Osten Madagaskars einen bewaffneten Aufstand gegen die Franzosen an, der erst im August unterdrückt werden konnte. Nach dieser Revolte verstärkte die Regierung ihre Bemühungen, die Wirtschaftslage zu verbessern, indem sie das Straßennetz ausbaute und Kohlevorkommen systematisch abbaute.

Während der fünfziger Jahre ergriff Frankreich Schritte, um die Selbstverwaltung auf der Insel zu erweitern. Wahlen, die 1951, 1952 und 1957 stattfanden, begünstigten allgemein jene, die den allmählichen Übergang zur Unabhängigkeit befürworteten. Die Verfassung der französischen Fünften Republik wurde von 78 Prozent der madagassischen Wählerschaft in einer Volksabstimmung am 28. September 1958 gebilligt. Ein anschließender Kongress der Mitglieder der Provinzräte erklärte Madagaskar unter dem Namen Republik Malagassi zum halbautonomen Mitglied der französischen Gemeinschaft. Philibert Tsiranana, Führer der sozialdemokratischen Partei, wurde am 1. November als Präsident und Staatschef ins Amt eingeführt. Am 26. Juni 1960 wurde die Republik völlig unabhängig. Im September wurde Madagaskar in die Vereinten Nationen aufgenommen.


Militärherrschaft

Weil sich Madagaskar nach der Unabhängigkeitserklärung 1960 nicht vollständig von Frankreich gelöst hatte, tat es das während der Militärregierung 1972-1975 um so entschiedener. 1973 trat Madagaskar aus der Franc-Zone aus, gab eine eigene Währung (ariary) in Umlauf und verzichtete auf weitere Finanzzuschüsse aus Paris. Auch muss es als antikoloniale Politik verstanden werden, dass die Regierung nun Kontakt zu südost-asiatischen Ländern, mit einem sozialistischen Regierungsprogramm, suchte. Auch zu den sozialistischen Ländern Afrikas, zu Kuba und der ehemaligen Sowjetunion bestanden und bestehen immer noch politische, wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen.

Nach einem Jahrzehnt politischer Stabilität machte Madagaskar in den frühen siebziger Jahren wieder Unruhen durch, obwohl Tsiranana im Januar 1972 ein zweites Mal gewählt worden war. Im Frühling wuchs sich ein Studentenstreik zu einem allgemeinen Aufstand aus. Tsiranana wurde gezwungen, die Macht an den Oberbefehlshaber der Armee, General Gabriel Ramanantsoa, zu übergeben. Dieser wurde im Februar 1975 von anderen Militärangehörigen entmachtet; sein Nachfolger, Oberst Ratsimandrava, wurde im selben Monat ermordet. Im Juni wurde Oberst Didier Ratsiraka zum Staatschef ernannt. Am 30. Dezember wurde das Land in Demokratische Republik Madagaskar umbenannt, und am 4. Januar 1976 begann Ratsirakas siebenjährige Amtszeit als Präsident. Wirtschaftlicher Druck gegen Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre schürte politische Unruhen. Ratsiraka, der im November 1982 und im März 1989 wiedergewählt worden war, schlug im Mai 1990 den Versuch eines Staatsstreichs nieder. Nach massiven Demonstrationen gegen die Regierung versprach er im August 1991, demokratische Reformen einzuführen. Im August 1992 wurde eine neue Verfassung per Volksabstimmung angenommen. Albert Zafy besiegte Ratsiraka in den Präsidentschaftswahlen durch eine Stichwahl im Februar 1993. Der Übergang zur zivilen Herrschaft war gekennzeichnet durch Truppenaufstände vonseiten der Anhänger Ratsirakas und durch Konflikte mit dem Internationalen Währungsfonds wegen des Wechselkurses des Madagaskar-Franc.

Präsident Zafy wurde im September 1996 vom Verfassungsgericht abgesetzt; damit entsprach das Gericht einem Antrag der Nationalversammlung, die dem Präsidenten Verfassungsmissbrauch vorgeworfen hatte. Bei den Präsidentschaftswahlen vom Dezember 1996 setzte sich Didier Ratsiraka durch und wurde abermals Staatsoberhaupt von Madagaskar. Auch bei den Wahlen vom Mai 1998 wurde Ratsirakas Partei, die Association pour la Renaissance de Madagascar (AREMA), stärkste Fraktion, erhielt jedoch nicht die absolute Mehrheit.

Bei den Präsidentschaftswahlen vom 16. Dezember 2001 trat Marc Ravalomanana, Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo, gegen Amtsinhaber Didier Ratsiraka an. Nach der Auszählung durch unabhängige nationale Wahlbeobachter erhielt der Herausforderer 50,6 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit. Das am 7. Januar 2002 von der Regierung bekannt gegebene offizielle Wahlergebnis ergab allerdings 46,2 Prozent für Ravalomanana. Damit wurde eine Stichwahl notwendig, die vom madagassischen Verfassungsgericht zunächst für den 24. Februar angesetzt wurde, wenige Tage vor diesem Termin allerdings wegen seit Wochen andauernder Demonstrationen und des anhaltenden Generalstreiks verschoben wurde. Am 22. Februar erklärte sich Ravalomanana zum neuen Präsidenten Madagaskars und installierte eine Gegenregierung, woraufhin Didier Ratsiraka den nationalen Notstand ausrief. Die Afrikanische Union entsandte Anfang März eine Vermittlerdelegation nach Madagaskar, die zwischen der Regierung von Präsident Ratsiraka und der Gegenregierung unter Marc Ravalomanana eine Verständigung herbeiführen sollte. Unterdessen nahmen die Minister der Gegenregierung ihre Arbeit auf.

Nach einer erneuten Stimmenauszählung bestätigte das madagassische Verfassungsgericht am 29. April den Anspruch Marc Ravalomananas auf das Amt des Staatsoberhauptes. Die Nachzählung ergab, dass er bei der Präsidentschaftswahl vom Dezember 2001 die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten hatte. Am 6. Mai legte Ravalomanana erneut den Amtseid als Präsident ab und ernannte wenige Tage später seine neue Regierung.

Ratsiraka erkannte das Ergebnis der Nachzählung nicht an und verweigerte sich auch allen internationalen Vermittlungsversuchen. Vielmehr stellte er Milizen auf, proklamierte die Sezession ihm treuer Landesteile und verhängte eine Wirtschaftsblockade über die Hauptstadt. Im Juli 2002 verließ Ratsiraka das Land, woraufhin sich die Situation weitgehend beruhigte. Zur innenpolitischen Stabilisierung trug auch der Sieg des von Ravalomananas Partei Tiako-i-madagasikara (TIM) getragenen Bündnisses bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 15. Dezember 2002 bei.

Dezember 2006 wurde Marc Ravalomanana als Präsident wiedergewählt. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit wuchs die Unzufriedenheit der Madagassen gegenüber dem Präsidenten. Der anfangs als Hoffnungsträger der Madagassen angesehene Präsident hat sich zu einem autokratischen und korrupten Präsidenten entwickelt. Im Januar 2009 kam es dann in Antananarivo zu einem Prostest gegen Ravalomanana und seine Regierung.
Was als friedlicher Protest angefangen hat, wuchs zu einer gewaltsamen Unruhe im ganzen Land. Unter massivem Druck ging Ravalomanana schließlich im März 2009 nach Südafrika ins Exil. Seitdem ist eine Übergangsregierung mit dem Oppositionsführer Andry Rajoelina als Präsident an der Macht.
Die festgelegten Wahltermine wurden immer wieder verschoben, so daß die Zukunft des Landes momentan unsicher ist.

Über die aktuelle Lage in Madagaskar können Sie in unserer Presseschau lesen, in der wir Nachrichten und Zeitungsberichte über Madagaskar auswählen und übersetzen.

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