Madagaskar Städte-Informationen
Antsiranana (Diego Suarez)
Diese Provinzhauptstadt im Norden hat mit ihrer Kolonialarchitektur und
den großzügig angelegten Straßen ein gewisses Flair.
Die Stadt ist an einer großen natürlichen Bucht gelegen und
wenn man sich aufmacht zum beliebten Badeort Ramena, kann man den
"Zuckerhut" sehen, einen kleinen Berg vulkanischen Ursprungs, der aus
dem Meer aufragt. Diego, wie die Stadt meist liebevoll genannt wird,
dient auch als Ausgangspunkt zum Nationalpark Montagne d'Ambre, in dem
zwei Wasserfälle und verschiedene Lemurenarten zu den Attraktionen
gehören.Schließlich kann man noch zum Ankarana-Massiv
(Tsingy de Ankarana) einen Ausflug machen, einem einzigartigen
Felsenmeer, das wegen seiner Unzugänglichkeit noch fast
unberührt geblieben ist. Weitere Ausflugsziele sind die Tsingy
Rouge (rote Tsingys), das Montagne des Francais hinter dem Hotel
King’s Lodge sowie die Bucht Baie de Courrier.
Nosy Be
Badeinsel vor der Nordwestküste, die über eine recht gut
ausgebaute touristische Infrastruktur verfügt und auch ein reges
Nachtleben bieten kann. Auf der Insel wird Zuckerrohr angebaut und in
der dortigen Zuckerfabrik verarbeitet, die man besichtigen kann.
Parfüminsel wird Nosy Be auch genannt, weil die Blüten der in
Plantagen kultivierten Ylang-Ylang-Bäume zu Parfümöl
destilliert werden. Auch hier kann man die Destillerie besichtigen. Im
Westen der Insel liegt der 329 Meter hohe Mont Passot, wohin man bis in
die Nähe des Gipfels auf einer asphaltierten Straße fahren
kann, um die Aussicht über die Insel und auf das Meer zu
genießen. Und gleich nebenan gibt es noch tiefblaue Kraterseen.
Ausflugsziele sind die Nachbarinseln, wobei Nosy Komba wegen seiner
Lemuren, speziell den Mohrenmakis, mit dem Boot angesteuert wird.
Sambava und Antalaha
Zentrum der Vanille. Überall in der Umgebung wird man in der
Erntezeit mit diesen wohlduftenden Früchten von Orchideen
konfrontiert. Dann zieht sich nördlich und südlich der Stadt
Sambava die größte Kokosplantage des Landes 60 Kilometer an
der Küste entlang. Durch diese Devisenbringer ist wohl auch die
Asphaltierung zwischen Antalaha und Sambava zu erklären, die der
Region einen gewissen Wohlstand beschert; auch an den Häusern wird
das deutlich.


Andapa
Diese Stadt ist über eine Straße von Sambava aus erreichbar
und ist das Tor zum Marojezy-Nationalpark mit dem gleichnamigen 2133
Meter hohen Berg. Dort kann man die verschiedenen Vegetationszonen mit
ihren Übergängen gut verfolgen, vom artenreichen
Tieflandregenwald bis zu den in den kälteren Regionen angepassten
kleineren Pflanzen.
Maroantsetra und Masoala
Maroantsetra ist der Startpunkt für Exkursionen im Masoala
Nationalpark und Insel Nosy Mangabe. Das Masoala Gebiet erstreckt sich
auf eine Fläche von ca. 210.000 ha und ist einer der
artenreichsten Regenwälder weltweit. Viele Tier- und Pflanzenarten
sind noch unerforscht. Der Zoo Zürich hat im Jahr 2003 eine
Masoala Regenwald Halle eröffnet. Mit einem Teil seiner Einnahmen
unterstützt der Zoo Zürich den Schutz und Erhalt des Masoala
Regenwalds. Ein anderer Startpunkt für Exkusionen von der
östlichen Küste im Masoala-Gebiet bietet die Stadt Antalaha.
Für geübte Läufer bietet sich eine mehrtägige
Trekkingtour von Maroantsetra nach Antalaha oder umgekehrt.
Majunga (Mahajanga)
Die Provinzhauptstadt hat etwa 100.000 Einwohner und bietet mit dem
Methusalem der Baobabs Madagaskars, der mehr als 700 Jahre alt ist, ein
grandioses Naturdenkmal, wenige Meter vom Meer entfernt.
Sainte Marie (Nosy Boraha)
Die ehemalige Pirateninsel ist heute eine beliebte Badeinsel vor der
Ostküste, aber ruhiger als Nosy Be. Ein Piratenfriedhof zeugt noch
von der bewegten Vergangenheit. Die Insel erstreckt sich mit ihren
sanften Hügeln bei einer durchschnittlichen Breite von 5 Kilometer
über eine Länge von 60 Kilometer und lädt als
grünes Paradies zum Wandern ein; zwischen Juli und September kann
man vor der Küste Wale beobachten. Neben dem Tourismus sind
Gewürznelken der wichtigste Arbeitgeber für die Bewohner.
Tamatave (Toamasina)
Die Provinzhauptstadt mit ihren etwa 130.000 Einwohnern beherbergt den
wichtigsten Hafen des Landes, über den mehr als zwei Drittel des
gesamten Seehandels des Landes abgewickelt werden. Mit ihrer
Ölraffinerie stellt die Stadt eine Lebensader für die ganze
Insel dar. Der Pangalanes-Kanal entlang der Küste führt auch
bis in diese Stadt; eine Eisenbahnlinie verbindet Tamatave mit Tana im
Hochland.
Ambohimanga
Diese Stadt wählte der Einiger des Merina-Volkes zu seiner
Hauptstadt, bevor der Sitz nach Tana verlegt wurde. Noch heute kann man
das ehemalige Haupttor zur palisadenbefestigten Stadt sehen, das am
Abend mit einer mächtigen runden Steinplatte verschlossen wurde,
die man davor rollte.
Andasibe
Der Ort liegt einen Spaziergang vom Analamazaotra-Naturpark entfernt,
wo man unter anderen Tier- und Pflanzenarten den größten der
Lemuren sehen kann: den Indri. Der Indri fasziniert mit seinen bis zu
neun Meter weiten Sprüngen hoch in den Baumwipfeln und durch
seinen charakteristischen, weithin hörbaren Ruf.
Tana (Antananarivo)
Mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern bildet die Hauptstadt Madagaskars
einen Superlativ des Landes, in dem nicht nur das Herz der Wirtschaft
des Landes schlägt. Den einst berühmten Freitagsmarkt Zoma
hat man wegen des großen Chaos in mehrere kleinere Märkte in
verschiedenen Stadtteilen aufgeteilt. Die Stadt liegt auf vielen
Hügeln, etwa 1300 Meter über dem Meer und wird dominiert von
der Ruine des Rova, des ehemaligen Königspalastes auf dem
höchsten der Hügel; dort hat man den besten Blick über
die Stadt. Beim Orientieren kann man sich leicht einmal wundern, wenn
man die Hügel, die auf der Karte nicht erkennbar sind, nicht
erblickt. Überall gibt es enge Straßen und viele steile
Treppen mit Gängen, die dem Mutigen neue Einblicke gewähren.
Der botanische und zoologische Garten von Tsimbazaza lädt die
Besucher ein, einen ersten Eindruck von der Tier- und Pflanzenwelt
Madagaskars zu bekommen. Wie im ganzen Hochland trifft man auch in der
Hauptstadt die für Madagaskar so typischen kleinen Häuschen
aus Backsteinen mit ihrem ureigenen Stil an.
Ampefy
Der kleine Ort liegt in einer vulkanisch geprägten Gegend, die mit
ihren Hügeln, Seen und einem Geysir immer wieder ihre Liebhaber
findet.
Ambatolampy
Dieser Stadt sagt man wegen ihrer hohen Lage im Winter die niedrigsten
Temperaturen nach. Kein Wunder, liegt sie doch mitten im Hochland am
Fuße des mit 2642 Metern dritthöchsten Berges Madagaskars,
zu dem man von der Stadt aus Touren unternehmen kann.
Miandrivazo
Dieser Ort dient als Ausgangspunkt für Fahrten mit dem Boot auf
dem Tsiribihina, wo man noch viel ursprüngliche Landschaft sehen
kann. Da heißt es, die vorbeiziehende Natur beobachten oder
einfach die Seele baumeln lassen.
Belo sur Tsiribihina
In diesem Ort kommt man nach einer Flussfahrt auf dem Tsiribihina an
und kann zu den Karstformationen der Tsingys von Bemaraha weiter
nördlich weiterfahren oder zum Naturereservat von Kirindy, etwa
auf halbem Weg nach Morondava.
Antsirabe
Die Stadt liegt mitten im Hochland und ist berühmt für ihre
Thermalquellen, wovon noch das große "Hotel des Thermes" Zeugnis
ablegt. Sie gilt als Zentrum der Edelstein-Schleifer. Die Industrie
rangiert an zweiter Stelle des Landes, das geschätzte "Three
Horses Beer" wird dort gebraut und viele Firmen haben sich auf die
Milchverarbeitung spezialisiert - es gibt viele Käsesorten, die in
zahlreichen Städten des ganzen Landes zu kaufen sind. Von der
Stadt kann man einen Ausflug zum idyllisch gelegenen Kratersee Tritriva
machen.
Morondava
Die kleine Stadt hat ein charmantes Flair und die Attraktion ist der
Strand. In der Umgebung der Stadt finden sich die imposante
Baobab-Allee und der Kirindy-Nationalpark. Außerdem gibt es
Grabstätten der Sakalava zu besichtigen.
Ambositra
Diese Hochlandstadt ist bekannt wegen ihrer Holzschnitzereien, die auch
auf den Märkten in Tana verkauft werden.
Mananjary
Diese Stadt an der Ostküste kann als Ausgangspunkt zu Exkursionen
auf dem Pangalanes-Kanal genutzt werden, um zu noch relativ
unberührten Gegenden, die man nur so erreichen kann, zu gelangen.
Ranomafana
Dieser kleine Ort liegt schon im Bereich des Bergregenwaldes der
Ostküste und dient als Sprungbrett in den gleichnamigen
Nationalpark. Im Park kann man den Goldenen Bambuslemuren antreffen und
viele weitere sehenswerte Tiere.
Fianarantsoa
Die Provinzhauptstadt Fianarantsoa mit ihren freundlichen Menschen
liegt im Hochland auf vielen Hügeln und dient als Ausgangspunkt
einer nostalgisch erscheinenden Zugfahrt durch tropischen Regenwald
nach Manakara an die Ostküste. Als Startpunkt für
Ausflüge zum Andringitra-Gebirge kann die Stadt auch dienen. In
der Stadt gibt es eine bekannte Weinkelterei und in der Umgebung wird
der Sahambavy-Tee angebaut.
Ambalavao
Diese kleine Stadt, 56 Kilometer südlich von Fianarantsoa, ist
beliebt wegen ihrer Möglichkeit, die Produktion des traditionellen
Papiers der Antaimora zu besichtigen, das in der arabischen Kultur
seine Wurzeln hat. Außerdem ist die Stadt Ausgangspunkt für
Exkursionen zum Andringitra-Gebirge mit dem beeindruckenden nackten
Granitfelsmassiv des Pic Boby, der mit 2658 Metern der
zweithöchste Gipfel des Landes ist.
Ihosy
Ihosy ist im Land der Bara, bei denen der Viehdiebstahl noch heute
praktiziert wird, weil ein Mann traditionell nur zählt, wenn er
möglichst viele Zebus gestohlen hat. Die kleine Stadt ist als
Ausgangspunkt für mineralogische Erkundungen in die Umgebung
hervorragend geeignet, dient aber meist nur als Durchgangsstation.
Ranohira
Dieser kleine Ort hat seine Bedeutung in dem angrenzenden Nationalpark
des Isalo-Gebirges, in den man von diesem Ort aus Exkursionen zu
Fuß unternehmen kann. Zerklüftete Felsen bieten auch
kletterfreudigen Lemurenarten eine Heimat und aus der Pflanzenwelt kann
man hier Pachypodien entdecken, die einem die Führer gerne zeigen.
In mehrtägigen Wanderungen kann man sich die Schönheiten
dieses Parks erarbeiten, die den Kontrast von Trockenzonen und zum
Beispiel das Naturschwimmbad einschließen.
Manakara
Diese Küstenstadt bietet die erlebnisreiche Eisenbahnverbindung nach Fianarantsoa im Hochland.
Tulear (Toliara)
Tulear schläft nie; so das Motto, das der Provinzhauptstadt
anhängt. Es regnet sehr selten und die Sonne verwöhnt
häufig, liegt doch diese Provinzhauptstadt mit ihren etwa 55.000
Einwohnern nah am Wendekreis des Steinbocks. Während in Tulear
direkt eine schlammige Küste mit Mangroven anzutreffen ist, finden
sich südlich der Stadt bei Anakao und nördlich bei Ifaty
feinsandige Strände, wobei vor der Küste ein Korallenriff
auch den Ruf eines exzellenten Tauchreviers genießt. In der Stadt
selbst gibt es ein winziges Museum, wo man einige Exponate der Kultur
der Stämme der Mahafaly und der Sakalava bewundern kann. In der
weiteren Umgebung sind die berühmten Grabstätten der Mahafaly
zu sehen.
Fort Dauphin (Tolagnaro)
Wie am Ende der Welt kann einem diese kleine, beschauliche Stadt, die
auf einer Halbinsel liegt, vorkommen, die von drei Seiten vom Meer
umspült wird und einst von Franzosen wegen ihrer strategisch
günstigen Lage ausgewählt wurde. Einer der Strände der
Insel wird zu den schönsten des Landes gezählt: der Strand
von Libanona. Hinter der Stadt erhebt sich der 529 Meter hohe Pic St.
Louis, der den Beginn einer ganzen Bergkette markiert und der nach den
Mühen des Aufstiegs einen traumhaften Blick bietet. Von dieser
Stadt aus kann man einen Tagesausflug machen zu den etwa 80 Kilometer
entfernten Lemurenparks von Berenty und Kaleta, die am Rande
ausgedehnter Sisalplantagen liegen. Die Fahrt führt durch eine
einmalig faszinierende Landschaft über eine Bergkette, mit der
sich auch die Klimazone ändert, was an der Vegetation
auffällt. Sehenswert ist auch der private botanische Park von
Nahampoana, in dem verschiedene Pflanzen und Tierarten (u.a. Lemuren)
zu sehen sind. Weitere Ausflusmöglichkeiten bietet die Bucht von
Lokaro, das Fischerdorf Evatra, sowie der Nationalpark von Andohahela,
ein Trockenwald mit vielen zum Teil endemischen Pflanzen und Tieren.
Bekopaka
Das Dorf Bekopaka
liegt etwa 70km nordöstlich von Belo sur Tsiribihina
und ist der Ausgangspunkt für Exkursionen in
dem Reservat von Bemaraha ( Tsingys de
Bemaraha). Dieses Reservat wurde im Jahr 1990 in die Liste
der Weltkulturerbe von UNESCO aufgenommen.