Reiseberichte
Madagaskar Mauritius 14.11.2008 - 07.12.2008
Von Ute und Klaus ReinwaldMadagaskar
Nach einem ersten Sichten und einer Überarbeitung der Notizen (siehe Anlage MadagaskarNotizen) muss ich doch sagen, dass wir einiges in Madagaskar gesehen haben und die Reise doch sinnvoll war. Einen wirklichen Eindruck von der Reise können Sie aber erst in dem Video bekommen, das Sie in 3-4 Monaten erhalten werden.
Doch zuerst zu dem weniger Schönen. In Frankfurt war eine Zeit von 11/2 Stunden zum Umsteigen eingeplant. Dies wäre nur unter idealsten Bedingungen mit viel Stress möglich gewesen und nicht Freitag Abend und nicht mit Gepäck abholen und nicht mit Terminalwechsel. Ein Reiseveranstalter sollte doch wissen, dass das Gepäck von Lufthansa zu Air Mauritius in Frankfurt nicht durchgecheckt wird.
Anmerkung von Madagaskar-Travel/Ab-Touring zum Reisebericht:
Die Flüge wurden nicht über Madagaskar-Travel gebucht. Wir empfehlen den Reisenden immer bei Flugbuchungen 3 Stunden Umsteigezeit zu planen und das Gepäck möglichst nicht durchchecken zu lassen.
Mit letzter Kraft hatten wir es geschafft zum Abflugtermin beim Checkin, wie auch weitere 4 Personen, zu sein. Wie die 6 Personen dann in Mauritius feststellen mussten, war das Gepäck in Frankfurt geblieben. Die Konsequenz war eine Rundreise ohne Gepäck, ohne Medizin, ohne Schuhe, usw.. 5 Tage später erhielten wir dann in Tana unsere Koffer.
Die Betreuung gleich in Tana ab Airport von Lala (deutschsprachig) war einzigartig. Es half uns auch etwas über die Probleme mit dem fehlenden Gepäck hinweg. Sie kümmerte sich sofort darum, dass meine Frau in Diego ein Paar Schuhe bekam und das war gar nicht so einfach, da alle hier barfuss oder mit Badeschlappen laufen.
Nordmadagaskar:
Hauptpunkt waren der Besuch des Nationalparks Montage d’Ambre und Ankara. In beiden Parks hatten wir einen kundigen Guide. Die Nature Lodge (2.Übernachtung) war sehr schön gelegen und alles war in Ordnung (Unterkunft und Verpflegung) (3Sterne). Die 3. Übernachtung im Grand Hotel Diego war auch ok. (4Sterne). Das Wetter im Norden war passabel, in Ankara sehr heiß. Nach dem Rückflug nach Tana erhielten wir schließlich Mittwoch Nachmittag unsere Koffer. Lala hatte sich vorher schon kundig gemacht, wo die Koffer sich befanden und so gingen dann die Formalitäten recht reibungslos. Übernachtung wieder in Tana Hotel Gregoire (3- Sterne).
Ostküste:
Ab Tamatave war das Wetter regnerisch, bei den Ausflügen aber nur Nieselregen, so dass es erträglich war. Ab hier wurden wir von der deutschsprachigen Vivienne betreut. Sie war wie ihre Kollegin Lala unübertrefflich zuvorkommend und herzlich. Zuerst längere Fahrt auf dem Kanal von Pangalanes bei Regen, Sturm und Wellengang. Wegen des vorhandenen Ölzeugs blieben wir einigermaßen trocken. In einer Regenpause nachmittags Spaziergang beim Buschhaus am See entlang. Das Buschhaus, sehr malerisch gelegen oberhalb eines Sees, (2-Sterne) war gewöhnungsbedürftig und gefiel meiner Frau gar nicht. (Zimmer offen mit Tieren). Verpflegung einfach, aber gut. Am 6. Tag Besuch des Privatparks Palmarium, wo wir einiges sahen und dies von einem Guide erklärt bekamen, heute bei besserem Wetter. Weiterfahrt auf dem Kanal und dann weiter im Auto zur Vakona Logde. (sehr gute Unterkunft und Verpflegung, 4Sterne). Am 7. Tag Besuch des Parks von Andanasibe mit extra Guide. Hervorzuheben sind die Bemühungen von Guide und Reiseleiterin uns alles verständlich zu machen und auch zu notieren. Sonst wäre eine so große Liste (siehe MadagaskarNotizen) nicht zustande gekommen. Das meiste konnte ich so im Internet recherchieren und bietet die Grundlage für das noch zu erstellende Video.
Nachmittags Besuch des Vakona-Privatparks mit gefütterten Lemuren, was zu einer Unnatürlichkeit der Tiere führte. Danach Besuch eines Geheges mit Krokodilen, Fossa, usw.
Am 8. Tag sahen wir noch viele Tiere aus der Nähe auf einer Farm. In Tana trafen wir wieder Lala, die uns noch ein Präsent überreichte. Bis zur letzten Minute am Airport wurden wir dann noch von Vivienne betreut.
In 20 Jahren Fernreisen haben wir nicht eine so gute, intensive, es fehlen die richtigen Worte, und herzliche Betreuung wie in Madagaskar erlebt. Wir wurden rund um die Uhr betreut, von morgens bis abends, was auch wichtig war, da fast alle hier nur französisch sprechen und kein Wort englisch.
Negativ für Madagaskar ist das medizinische Problem mit Magen- und Darm-Erkrankungen, wovon wir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht verschont blieben. Verschlimmert wurde die Situation auch noch, da alle unsere Medizin im fehlenden Gepäck war. Hier müßte einiges noch in Madagaskar für den Tourismus geschehen. Einnahmequellen wie den Tourismus, hat das wirklich 3.Welt Land dringend nötig. Die Armut war nicht zu übersehen, da z.B. die Kinder weder Schuhe noch Regenschutz hatten.
Ein weiteres Problem für Madagaskar stellt die fehlende
Literatur für Touristen dar. Es gibt keine gesammelten Werke, so
wie z.B. im Okavango Delta. Sehr mühsam muss man im Internet
recherchieren, um Erkenntnisse zu gewinnen.
Mit freundlichen Grüßen
Ute und Klaus Reinewald
