Reiseberichte


Kunden-Reisebericht

Von Ulrike Senn, Heilbronn und Christine Burger, Stuttgart.

Wir waren auf Madagaskar, vier Wochen lang. Im Reisegepäck lauter gute Ratschläge von Leuten, die noch nie dort waren, und zwei dicke Reiseführer, unsere "Urlaubsbibeln". Schon bei den Vorbereitungen war manchmal Verzweiflung angesagt: nichts klappte beim ersten Versuch (Rückflug, Reiseschecks, Hotelreservierung). Und das in Deutschland - wie sollte es denn dann auf Madagaskar funktionieren?

Bei vergeblichen Versuchen einer Hotelreservierung per Fax kam uns zufällig die Telefonnummer von Madagaskar Travel in die Hände (oder besser gesagt: zu Ohren). Von da an brauchten wir uns um unsere Übernachtung in Tana keine Sorgen zu machen: alles war organisiert, auch der Transfer vom Flughafen zum Hotel. Und viele andere vermeintliche Probleme wurden bereits in den ersten Tagen gelöst.

Das von Madagaskar Travel reservierte Hotel, vielmehr dessen Besitzer Herr Schwartz und seine madagassische Frau, war eine Goldgrube für Tipps und die Organisation unserer Madagaskar-Reise. Nicht nur, dass wir erfuhren, dass die Eisenbahn, die in der im Jahr 2000 überarbeiteten Auflage unseres Reiseführers erwähnt und empfohlen wird, gar nicht mehr fuhr (und das wohl seit drei Jahren), sondern auch Hilfe bei der Organisation eines Mietwagens und wirklich wertvolle Tipps zur Gestaltung unserer Touren (Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte, Routen) brachten wir durch Familie Schwartz in Erfahrung. Dadurch wurde unsere Madagaskar-Reise ein recht unbeschwertes und unvergessliches Erlebnis.

Am besten hat es uns im Reservat Perinet-Analamazoatra gefallen. Die Unterkunft (und auch das Essen) im "Feon 'Ny Ala" direkt am Flussufer ist einfach traumhaft, die Schreie der Indris (schon ab fünf Uhr morgens) sind unvergesslich.

Wer die Einsamkeit mag, einen Traumstrand erleben will (zum Baden ist allerdings nur ein kleines Stück geeignet) und wem es nichts ausmacht, als einziger Tourist bestaunt, berührt und manchmal auch verlacht zu werden, der sollte nach Manamara im Nordosten fliegen. Dort liegt Nelkenduft in der Luft und die Vanille-Plantage gleich um die Ecke. Ein herzlicher Empfang im Hotel Aye-Aye bei Serge und Nive ist garantiert - und wenn man Glück hat, ist die Oma aus Tana da, die hervorragend kocht und jedem seine persönlichen Essenswünsche erfüllt (besonders zu empfehlen: Mohrrüben-Kokos-Salat, Languste und Tarte au coco). Und: wir haben ein Aye-Aye gesehen!

Ausflüge zur Aye-Aye-Insel organisiert Roger, dem auch das gleichnamige Hotel im Ort gehört. Er würde gern mehr Touristen sehen und Exkursionen anbieten. Uns hat er zu einer wunderschönen Pirogenfahrt auf dem Fluss um die Aye-Aye-Insel eingeladen. So schön kann es nur im Paradies sein!

Foule-Pointe (60 km nördlich von Tamatave) ist unser nächster Höhepunkt: Kilometerlanger Badestrand nur für uns - ein Traum. Im "Gentil Pecheur", wo wir auch die meisten Kontakte zu Mitreisenden fanden, waren wir einfach, aber bestens untergebracht.

Wir könnten unseren Bericht noch ewig lang fortsetzen, doch das Wichtigste und Schönste haben wir erwähnt.

Ulrike Senn, Heilbronn und Christine Burger, Stuttgart