Reiseberichte
Madagaskar & La Réunion 02.08.11 - 18.08.2011
Von Ricarda und Dieter Beisler.
.. Nun zurück zu unserer Tour durch Madagaskar.
Der Flug war so la la. Wir hatten zwar gute Plätze mit etwas
beinfreiheit, aber das kleine Kind auf den Nachbarsitzen war so
übermüdet, daß es fast die ganze Nacht gebrüllt hatte. Und
unsere Ohrenstöpsel waren im Koffer. Die Maschine von München
hatte etwas Verspätung, so dass wir in Johannesburg nur sehr
knapp die Anschlussmaschine nach Tana erreichten. Völlig
chaotische Zustände am Transitschalter. Unsere Koffer waren
allerdings zu langsam und so kamen wir in Tana ohne Gepäck an.
Frau Lala hatte sich aber rührend um uns gekümmert, was uns in
der Situation sehr gut getan hat. Am nächsten Tag hatten wir
dann erst zusammen die Stadt besichtigt und sind dann mittags
wieder zum Flughafen gefahren. Dieses Mal waren die Koffer da
und die Reise konnte losgehen.
Alles in allem war es eine unglaubliche Fahrt, bei der wir so
viel gesehen und erlebt haben, dass wir wirklich etwas Probleme
hatten uns hier in die sogenannte Zivilisation einzufinden.
Natürlich habe ich mich auf mein Bett, auf meinen Kühlschrank,
meinen Metzger (mit Kühltheke) und auf unsere relativ intakte
Straßen gefreut, aber vermissen tun wir schon recht viel. Es
sind vor allem die Menschen, die sich immer freundlich um uns
bemüht hatten. Die Kinder, die sich so über ein kleines Bonbon
gefreut hatten. Kaum jemand verhielt sich abweisend. Überall
waren wir willkommen. Ja, und die grandiose Landschaft und
einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Es war ein Traum. Wir
erlebten auch ein paar ganz witzige Situationen. Die Zugfahrt
mit 8-stündiger Verspätung (die Lok war kaputt und mußte
stundenlang mitten im Regenwald repariert werden). Oder das
Zimmermädchen in einem Hotel, das in unserer Badewanne
geplanscht und dabei fröhlich ein Lied gesungen hatte. All
inclusive halt. Dann die Jagd nach einem Zebudieb bei den Baras.
Es war irre.
Die Hotels waren alle in Ordnung. Nur das Sidi in Manakara hat
uns aus diversen Gründen nicht so zugesagt. Es muß aber zur Zeit
noch das erste Haus am Platz sein. Schade. Ein weiteres Hotel
ist gerade im Bau. Zwei schweizer Studentinnen haben dort schon
übernachtet und uns davon erzählt. Ich weiß natürlich nicht,
wann es eröffnet wird.
Reunion war natürlich das wahre Kontrastprogramm. So perfekt
touristisch. Fast zu perfekt. In Madagaskar kamen wir uns nie
wie die klassischen Touris vor. Aber das Nautile auf Reunion war
schon ein toller Haus.
Ach ja als wir in München ankamen, hat doch tatsächlich wieder
ein Koffer gefehlt. Es war zum Glück der mit der Schmutzwäsche.
Die SAA war okay. Die Tochtergesellschaft Airlink (von
Johannesburg nach Tana) bot keinen guten Service. Die
Flugbegleiterinnen waren seehhr blond! Zum Frühstück gab's nur
schimmelig schmeckender Krautsalat! Der Air Austral dagegen war
auch in Ordnung.
... Es war von Ihrer Seite wirklich perfekt organisiert. Frau
Lala hatte sich wahnsinnig gekümmert und Haja ist wirklich ein
Goldstück. Er war super gefahren und hatte sich rund um die Uhr
um uns bemüht.
